VR‑Brillen im Unterricht

Veröffentlicht von Gym Landeck am

Als teilnehmende Schule am Projekt „Embracing Technology“ der Innovationsstiftung für Bildung setzt das Gymnasium Landeck gezielt auf innovative digitale Lernformen. Im Rahmen des Projekts besuchten Helmut Stemmer, Margit Pollek und Christian Pollek (Embracing Technology) sowie SQM Daniela Lehmann unsere Schule und tauschten sich mit zwei der beteiligten Lehrpersonen, Tobias Stocker und Christoph Waldhart, sowie mit Schülerinnen und Schülern des BGW‑Zweiges über den praktischen Einsatz neuer Technologien im Unterricht aus.

Durch das Projekt konnten wir eine Klassenausstattung an VR‑Brillen (Meta Quest 3) anschaffen. Diese werden derzeit in verschiedenen Fächern und in praktisch allen Klassen ab der 8. Schulstufe didaktisch erprobt und eröffnen neue, immersive Zugänge zu komplexen Unterrichtsinhalten.

Bevor wir uns mit dem Thema VR auseinadergesetzt haben, stand ein Besuch im MINT-Lab auf dem Programm.

Konkrete Einsatzbeispiele

Bereits im laufenden Schuljahr kamen verschiedene VR‑Anwendungen erfolgreich zum Einsatz:wht

  • Chemie: Futuclass (u. a. Redoxreaktionen, Säuren und Basen, Atomstruktur)
  • Geografie: Woorld (Vulkane, Zonobiome, Landschaftsvergleiche)
  • BGW / Kunst und Gestaltung: Gravity Sketch (virtuelle Architektur und 3D‑Gestaltung)
  • Geschichte: Virtueller Besuch des Anne‑Frank‑Hauses

Ein besonderes Highlight stellte das Projekt „Virtuelle Säulenhalle“ im BGW‑Unterricht dar. Dabei entwarfen Schülerinnen mithilfe der VR‑Anwendung Gravity Sketch eine virtuelle Architektur und setzten diese kreativ im dreidimensionalen Raum um. Das Projekt wurde beim Besuch des Embracing‑Technology‑Teams von den Schülerinnen selbst präsentiert und zeigte eindrucksvoll, wie kreative Gestaltung, räumliches Denken und digitale Technologien sinnvoll miteinander verbunden werden können.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen einen sehr hohen Motivationsfaktor, eine gute Eignung zur Vertiefung und Auflockerung des Unterrichts sowie besonders positive Rückmeldungen bei abstrakten oder experimentarmen Themen.

Ausblick

Für die kommenden Jahre ist geplant, die VR‑Brillen systematisch im Unterricht und im MINT‑Lab Oberland einzusetzen. Der Einsatz soll weiter auf Fächer wie Biologie, insbesondere im Biologie‑Labor, Latein und Geschichte (App Yorescape)

sowie weitere natur‑ und geisteswissenschaftliche Bereiche ausgeweitet werden.

Gerade im Bereich der medizinischen und anatomischen Inhalte bietet Virtual Reality großes Potenzial: Durch den Einsatz von Human Anatomie VR können komplexe Strukturen des menschlichen Körpers realitätsnah, dreidimensional und interaktiv erforscht werden. Dies stellt einen besonderen Mehrwert für Schülerinnen dar, die ein Medizinstudium anstreben.

Im Hinblick darauf wird der VR‑gestützte Unterricht ein Bestandteil des Vorbereitungskurses für den MEDAT, den das Gymnasium Landeck ab dem kommenden Schuljahr für seine Schülerinnen und Schüler anbieten möchte. Der Einsatz von Virtual Reality ermöglicht hier eine besonders praxisnahe und vertiefende Auseinandersetzung mit medizinischen Themen.

Das Projekt „Embracing Technology“, begleitet vom OeAD, versteht Schulen als Innovationslabore und liefert wertvolle Impulse für einen nachhaltigen und pädagogisch sinnvollen Einsatz digitaler Technologien im Schulalltag.

Danke an alle beteiligten Lehrpersonen und insbesondere an unsere Oberstufenschülerinnen und ‑schüler, die durch ihre aktive Mitarbeit dazu beitragen, den Unterricht noch interessanter, kreativer und ertragreicher zu gestalten.