Sezierkurse – Vorbereitung zum Aufnahmeverfahren an der Vetmed Wien

Veröffentlicht von Gym Landeck am

Um die Schüler:innen bestmöglich auf die Eignungstest zum Aufnahmeverfahren des Diplomstudiums „Veterinärmedizin“ und des Bachelorstudiums „Biomedizin und Biotechnologie“ an der Veterinärmedizinischen Universität Wien vorzubereiten, finden am Gymnasium laufend Sezierkurse statt.

Sektion Maulwurf (Insectivora)

Als reiner Fleischfresser ernährt ich der Maulwurf (Talpa europaea) ähnlich wie der heimische Igel oder die Spitzmaus. Vor allem Regenwürmer, Insektenlarven, Spinnen aber auch junge Mäuse werden von ihm verspeist. Der jährliche Nahrungsbedarf beläuft sich auf über 30 kg, welcher zumeist aus Schädlingen besteht – somit ist der „Erdwerfer“ ein sehr nützliches Tier.
Sein Körperbau ist perfekt an das Leben unter Tage angepasst – ein zylindrischer, walzenartiger Körper mit samtigem Fell ohne Strich, verschließbare Ohren, kleine Augen mit wenig Sehkraft, Tasthaare an Schnauze und Schwanz und einen empfindlichen kleinen Rüssel, welcher mit Sinneszellen besetzt ist (Eimersches Organ).

Anatomisch betrachtet ist sein Hals sehr kurz, seine Vorderfüße sind zu Grabschaufeln umgestaltet, welche durch kräftige Muskeln unterstützt werden. Der Maulwurf ist sehr territorial und legt bis zu 200 Meter lange unterirdische Gänge an. Bei lockerem Erdreich gelingt es ihm pro Minute 30 cm lange Gänge entstehen zu lassen – das Ergebnis des unterirdischen Vortriebs sind die Maulwurfshaufen. Speziell während der Paarungszeit kommt es immer wieder zu tödlichen Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Männchen – so liegen getötete Maulwürfe oft an Feldrändern. Eingesammelt und in der schuleigenen Gefriertruhe eingelagert, können sie so den Schüler:innen noch von Nutzen sein. Das Staunen der Unterstufen SuS ist oft groß, wenn sie einen echten Maulwurf anfassen können („so klein und süß, so ein weiches Fell..“) – in der Labor Gruppe überwiegt das Interesse an dem Verdauungstrakt, der Muskulatur, den scharfen Zähnen, dem gedrungenen Körperbau, den Hautschichten, dem Gehirn und oft auch den Hoden.

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